Ein Prophet bei der Dorffreizeit vom 30.7.- 5.8. 2018: „Nein, das mach ich nicht – ich bin doch nicht blöd. Ich geh´ nicht nach Ninive. Dort leben unsere Feinde, mit denen rede ich nicht!“ So lernten die Kinder bei der diesjährigen Dorffreizeit den eigensinnigen Propheten Jona kennen. Er hatte von Gott den Auftrag bekommen in die feindliche Stadt Ninive zu gehen und die Menschen dort zur Umkehr zu rufen. Aber er weigerte sich und machte sich auf die Flucht vor Gott. Mit Spannung erlebten die 160 Kinder in den Theaterstücken, welche Abenteuer Jona auf der Flucht erlebte: auf einem Schiff nach Spanien kam er in einen schweren Sturm. Erst als ihn die Seeleute über Bord warfen, beruhigte sich der Sturm. Aber Jona ging unter. Doch zum Glück war Gott immer noch da und beauftragte einen großen Fisch, Jona zu schlucken. Im Fisch kam Jona wieder ins Gespräch mit Gott und erlebte, wie es ist, mitten in der Dunkelheit und Angst, bei Gott geborgen zu sein. Nach drei Tagen wurde Jona an Land gespuckt und bekam erneut von Gott den Auftrag nach Ninive zu gehen. Diesmal machte sich Jona auf den Weg zu seinen Feinden. Die Niniviten waren sehr böse, sie mobbten und schlägerten sich – und beinahe hätten sie auch Jona verprügelt. Aber Jona predigte: „Noch 40 Tage, dann wird Ninive untergehen, weil Gott eure Bosheit nicht länger ertragen will.“ Von dieser Predigt getroffen, fingen die Einwohner von Ninive an, ihr Leben zu ändern. Der König von Ninive rief sogar zu einer 40tägigen Bußaktion auf. Alle sollten fasten und in Bußgewändern herumlaufen, als Zeichen der Reue und der Umkehr zu Gott. Und als Gott sah, dass die Menschen von Ninive ihr Leben änderten und die Gemeinschaft mit ihm suchten, verschonte er sie. Das war Jona nun gar nicht recht, denn er wollte nicht, dass Gott den Feinden gnädig ist. Beim Theater begleitete die Raupe Rosalie Jona auf seinen Abenteuern und erzählte sie Jakob, einem Jungen, der von Zuhause abgehauen war. Beim Abschlussgottesdienst im Grünen wurde das Ende der Geschichte gespielt: Gott ließ für Jona eine Rizinusstaude wachsen, damit Jona den Schatten dieser Pflanze genießen konnte. Während Jona schlief, knabberte die Raupe Rosalie an der Pflanze und die Staude verdorrte. Jona regte sich furchtbar auf – aber Gott wollte ihm mit dieser Erfahrung verdeutlichen: „Du jammerst wegen einer Pflanze, die du nicht einmal gepflanzt hast, aber mir sollten die Menschen dieser Großstadt egal sein?“ Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, ihm ist keiner egal. Die Jona-Geschichte wurde in den Gruppen mit Spielen, Gesprächen und Bastelaktionen vertieft. Daneben gab es weitere tolle Bastelangebote und Spiele, einen Stationenlauf, und für die Großen auch einen Ausflug und eine Übernachtung. Etwa 80 ehrenamtliche Mitarbeiter engagierten sich bei der Dorffreizeit, als Gruppenbetreuer, in der Band, beim Theater, in der Küche und beim Stationenlauf. Vielen Dank an alle Mitarbeiter, die sich und ihre Gaben so super eingebracht haben. Ihr seid ein spitze Team! Ganz besonders danken wir Anja Pfeiffer und Lioba Stehmer für eure super Leitung! Für die Kinder war es eine unvergessliche Zeit voller Spannung und Action, Spiel und Spaß, Gemeinschaft und Glauben. (Diakon Matthias Bauder)