Die Glocken rufen bis heute die Menschen zum Gottesdienst zusammen; sie verkünden eine Zeit, die anders ist als der Alltag. Ihr Klang gibt Kunde davon, dass der Mensch innehalten, sich unterbrechen lassen und sich besinnen soll.

Die Geschichte der Hemminger Glocken ist wechselvoll. Erstmals werden sie 1693 erwähnt.

Immer wieder mussten zu Kriegszwecken Glocken abgeben werden.

Die einzige Glocke, die auch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts überlebt hat, ist die Johann Eberhard Friedrich Freiherr von Varnbüler im Jahr 1698 gestiftete Glocke in der Stimmung As´.

Im Mai 1950 konnte mit Hilfe von Spenden der Gemeindeglieder eine 900 kg schwere Glocke in der Stimmung F´vom Hamburger Glockenfriedhof erworben werden. Eine 356 kg schwere Glocke (B´´) ergänzte schon wenig später das Geläut. Auch diese Glocke ist eine Stiftung der Familie von Varnbüler.